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So entsteht ein Plusenergiehaus

Der Kölner Gero Rueter produziert mit seinem Haus 3,5-mal mehr Energie, als es verbraucht. Welche Maßnahmen er dafür umgesetzt hat, welche Fördermittel ihm geholfen haben und was mit dem überschüssigen Strom passiert, das verraten wir dir hier.

Ein Foto von Solarpanels, die auf einem Dach installiert werden

 

Gero Rueter ist ein NULLMacher. Der 60-jährige Kölner hat sein Einfamilienhaus zu einem Plusenergiehaus umgewandelt und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag für ein klimaneutrales Köln. Aber was genau macht eine*n NULLMacher*in aus?

NULLMacher*innen sind nicht Menschen, die nichts machen, im Gegenteil: sie treiben die Energiewende aktiv voran. Gero Rueter ist ein Paradebeispiel dafür. Mit einer Kombination aus Photovoltaikanlagen auf dem Dach, Gebäudedämmung und einer Wärmepumpe, erzählt Rueter, „kann jedes Haus in ein nachhaltiges Elektrokraftwerk umgebaut werden“.

Der Höhepunkt seines Projekts war die Installation der Wärmepumpe im November letzten Jahres. Nun kann Rueter nicht nur seinen Strombedarf selbst decken, sondern auch die Wärme für sein Haus selbst erzeugen. So produziert er beeindruckende 3,5-mal mehr Energie, als im Haus verbraucht wird.

Die Photovoltaikanlage erzeugt stolze 14.000 kWh Strom pro Jahr, während der Verbrauch der fünf Bewohner*innen nur bei 4.000 kWh liegt. Der Überschuss wird ins Netz eingespeist und an den Stromanbieter verkauft. Damit leistet Rueter einen aktiven Beitrag für ein klimaneutrales Köln.

Finanziell war die Umgestaltung seines Hauses zwar mit einem mittleren fünfstelligen Betrag verbunden, doch Rueter konnte auf damals mögliche Steuervergünstigungen und Fördermittel zurückgreifen. Seit Oktober 2023 läuft bei der Stadt Köln ein neues Förderprogramm zu Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden. Hier können Kölner*innen ebenfalls Anträge auf Fördermittel stellen, wenn sie einen solchen Ausbau planen. Die Investition zahlt sich nicht nur durch ein umweltfreundliches zu Hause aus, sondern auch durch langfristige Ersparnisse und Unabhängigkeit.

Rueter betont: „Es läuft sogar viel besser als gedacht!" Die Mythen, dass die Sonne nicht genug scheint oder Wärmepumpen laut sind, entkräftet er mit seiner eigenen Erfahrung. Selbst sein Nachbar ist erstaunt darüber, dass die Wärmepumpe leiser ist, als er erwartet hat. Und die Wintermonate haben gezeigt, dass die Anlage selbst unter ungünstigen Bedingungen effizient arbeitet.

In Zeiten des Klimawandels sind NULLMacher wie Gero Rueter, Vorbilder, die im Kleinen beginnen und mit ihrem Engagement eine große Wirkung erzielen. Ihr Beitrag ist nicht nur für ihre eigene Zukunft von Bedeutung, sondern auch für die kommenden Generationen.

Mehr über Gero Rueter und sein wegweisendes Plusenergiehaus kannst du dir in dieser WDR-Reportage anschauen.

Reportage mit Gero Rueter

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